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Historischer Backofen

Im Jahr 1951 entschied sich Heinrich Vennekold
zum Bau eines Brustfeuerungsofen (Steinofen) für kleinere und mittlere Betriebe
der Firma Senking
1 aus Hildesheim.

Befeuert wurde dieser Ofen lange Jahre mit Holz aus unserer Region und Briketts
zum größten Teil aus dem Tagebau der Grube Humboldt
2 ( Braunkohlenwerk Wallensen - Thüste).

Die Herdgröße beträgt 2.10 x 2.50 m.
5,25 m² Backfläche.

Geprägt ist der Ofen von der schweren Klappschruft in Spezialausführung für Brustfeuerungsöfen
mit dem Schriftzug "Senking"

Gesamtgewicht des Ofen 35 Tonnen bestehend unter anderem aus:

6300 Vollmauersteine
4,5 cbm Kalkmörtel
5 cbm Feldsteine
1,5 cbm Grober Kies
1 cbm Feiner Sand
1.5 cbm Lehm
5 Ztr. Zement
8 Ztr. Glasbruch



verleihen dem Backofen seine Standhaftigkeit sowie sein aussehen.
Weiterhin sorgen die Steine und das Glas dafür das der Ofen seine Wärme lange Zeit hält und langsam an das Gebäck abgibt.

Zwischenzeitlich wurde der Ofen mit einem Gasbrenner und Öl betrieben.
Aus heutiger Sicht ist dieses nicht mehr wirtschaftlich genug da Steinbacköfen aus dieser Zeit über keine Isolierung verfügen.

Derzeit ist der Ofen Nicht im Betrieb.
Aufgrund der umfangreichen Arbeiten die im Vorfeld nötig sind um dieses Ofen zu betreiben ist dieser leider Stillgelegt.
Um die erforderliche Hitze zu Erzeugen benötigt man etwa 2 m³ trockenes Brennholz.
Für jeden Backvorgang muss dann täglich mit etwa 1m³ Brennholz nachgeheizt werden.

Langfristig ist geplant den Ofen Tageweise wieder in Betrieb zu nehmen um Holzofenbrot und Gersterbrot herzustellen.

Als kleine Anekdote sei hier noch zu sagen das ich den Ofen mal Probeweise angeheizt habe.
Dadurch das 2m³ Holz kurzfristig verbrennen entsteht hierdurch eine Menge Rauch über dem Gebäude.
Besorgte Bürger klingelten daraufhin und Informierten uns das unser Haus brennen würde.
Ich konnte diese aber nach Klärung des Sachverhaltes wieder beruhigen.


Historische Schriftstücke und Zeichnungen zu dem Ofen der Firma Senking finden Sie Hier als PDF:

Auftragsbestätigung für den Ofen


Werbeprospekt der Firma Senking für unseren Backofen


Schriftverkehr Brustfeuerungsofen und Zeugnisse vieler Baecker fuer den Ofen


Fundmentplan für den Ofen


Einbauplan für den Backofen


Bogen und Schalbretter für das Gewölbe





Historische Werbeprospekte der Firma Senking, Hildesheim aus der damaligen Zeit
die ich Hier nicht vorenthalten möchte:



Backofenanlage "Ideal"

Brustfeuerrungsofen für kleine und mittlere Betriebe

Dampfbackofen für Gasheizung

Doppel Einschiess Dampfbackofen "Reform"

Einschiess Dampfbackofen "Union Extra"

Verbund Auszug Dampfbackofen "Universal" mit Referenzen







1. Senking Hildesheim

Anton Senking gründete, nach einer Tätigkeit in einer Hildesheimer Metallgießerei, im Jahr 1863 die „A. Senking Sparherdfabrik Hildesheim“. Das Werk stellte Haushaltsherde („Senking-Sparherd“) sowie diverse Koch-, Brat-, Knet- und Backapparate für Gaststätten und Bäckereien her. Ein anderer Zweig fertigte Wäschereigeräte wie Schleudern (Zentrifugen) und Bügel- bzw. „Plättmaschinen“. Das Unternehmen erhielt später den Titel „Kaiserlich-Königlicher Hoflieferant“ und baute u.a. die Großküche für das 1894 fertiggestellte Reichstagsgebäude in Berlin.

Wegen der hohen Nachfrage baute Senking 1901 ein neues Werk neben dem Güter- und Rangierbahnhof in der Hildesheimer Nordstadt am „Römerring“ und „Schlachthofstraße“ (Heute „Senkingstraße“). Die Firma war ab 1914 eine Aktiengesellschaft und wurde 1936 in eine GmbH umgewandelt. Während des Zweiten Weltkrieges wurden neben Feldküchen auch Zünder, Teile für Panzerwagen und Leichtmetallteile für den Flugzeugbau gefertigt.

Bei einem Luftangriff auf Hildesheim am 14. März 1945 bombardierte die britische Royal Air Force mehrere Ziele in der Stadt, darunter die VDM-Halbzeugwerke am Römer-/Cheruskerring (umgangssprachlich „Metallwerk“ genannt; heute KSM Castings GmbH, davor Kloth-Senking Metallgießerei) und den Güter- und Rangierbahnhof. Das dazwischen liegende Senkingwerk wurde dabei ebenfalls getroffen und zu großen Teilen zerstört. Über 150 Menschen starben, darunter 60 Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter.

Nach dem Zweiten Weltkrieg stellte Senking u.a. Ölöfen für Wohnräume her und spezialisierte sich auf Komplettanlagen für gewerbliche Wäschereien.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Senking


2. Grube Humboldt

Der Tagebau Humboldt (früher Grube Humboldt, alternativ auch Braunkohlenwerk Wallensen-Thüste genannt) war ein Braunkohle-Tagebau mit angeschlossener Brikettfabrik bei Wallensen im Weser-Leine-Bergland im südlichen Niedersachsen.

Die Grube lag im Weenzerbruch am Haidkopf zwischen den Orten Wallensen und Thüste im Westen (zum Flecken Salzhemmendorf im Landkreis Hameln-Pyrmont) und den Orten Duingen, Weenzen und Fölziehausen im Osten (zur Samtgemeinde Duingen im Landkreis Hildesheim).

Hier wurde ab dem 19. Jahrhundert - anfangs auch unter Tage, später nur noch im Tagebau - Braunkohle für die Verwertung in der Brikettfabrik und in einem Grubenkraftwerk in Thüste gewonnen. Weitere Kohle ging als Brennstoff an Keramik- und Steine-Erden-Betriebe in der Umgebung.

Im Jahr 1966 stellten die Anlagen den Betrieb ein. Anschließend wurde der Tagebau rekultiviert, wobei eine Gruppe von Restseen angelegt wurde, die heute als Duinger Seenplatte bekannt ist.

Quelle: h ttp://de.wikipedia.org/wiki/Tagebau_Humboldt



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